Trachtenhaus Karl Jäger - Bayerisches Trachtenhaus seit 1876

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Miesbacher- und Tegernseer Tracht
  Original Joppen
Miesbacher Tracht (Miesbacher Joppe)
Tegernseer Tracht (Tegernseer Joppe)

In Miesbach, der Wiege der Tracht, bieten wir seit 1876 traditionelle und zeitlos schöne Trachten vom Feinsten an. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nachwievor veredeln wir auch Stoffe eigener Fertigung zu traditioneller, bayrischer Tracht höchster Qualität. In unseren Geschäften wartet eine tiefe Auswahl an Loden und Trachtenbekleidung auf Sie. Als Hersteller mit 125 Jahren Erfahrung können wir auch auf Ihre speziellen Wünsche Eingehen.

Zu unserem 125 Jährigen Jubiläum haben wir uns etwas ganz besonderes einfallen lassen. Aus einem speziell für diesen Anlass angefertigten Lodenstoff (aus eigener Weberei, Reiter-Loden® ), haben wir eine Tegernseer Joppe geschneidert die in Qualität und Ausführung einzigartig ist (limitierte Auflage). Diese Joppe wurde in ihrer schönen schlichten Form mit kunstvollen Details verarbeitet.

Der Urgroßvater des heutigen Hauseigentümer (Karl Jäger der Dritte), nämlich Josef Jäger kaufte sich in Miesbach ein kleines Häuschen mit Garten. In --------------------diesem Häuschen begann er 1876 mit der "Schneiderei Jäger".

Es wurde ihm schnell zu klein. Aber das Häuschen wegreißen ging nicht, da er ja darin wohnte und sein Geschäft betrieb. Also baute er ein größeres Haus um das alte herum. Erst als dieses große Haus bereits überdacht war und neue Räume geschaffen waren, wurde das alte Häuschen abgebrochen und aus dem neuen Haus herausgeschafft.

Sein Sohn war der erste Karl Jäger. Er baute das Anwesen in der heutigen Form aus. Nur der wunderschöne Erker fehlte noch. Unter seiner Regie wurde die originale Miesbacher Joppe entwickelt. Damals gab es nicht nur die Eichenlaubstickerei, sondern es gab noch andere Motive: Edelweis, Efeu und Frauenmanterl. Alle Motive entwarf sein Bruder Raimund Jäger, der ein bekannter Bildhauer war. Noch heute ist im Miesbacher Heimatmuseum seine gelungene Plastik "Das Parlament" zu sehen. Die Eichenlaubstickerei wurde natürlich oft kopiert. Aber die feinere und aufwendigere Originalstickerei unterscheidet noch heute die im Hause Jäger gefertigten Joppen von den Kopien. Das Geschäft und die Fertigung wurden ausgeweitet. Die großen Jahrmärkte Miesbach und Tölz waren früher die wichtigsten Einkaufsgelegenheiten der Landbevölkerung. Selbstverständlich war "Der Schneider Jäger" auf diesen Märkten mit seinem Einkaufswagen vertreten. So wurde die Qualitätsarbeit aus dem Hause Jäger langsam im ganzen Alpennordland ein Begriff. Ein Katalog mit den wichtigsten Standard-Trachten wurde erstellt. Es entwickelte sich ein reger Versandhandel, der auch viele Trachtenvereine in der "Neuen Welt" Amerika zu seinen treuen Kunden zählt.

Die nächste Generation brachte Karl Jäger den Zweiten. Dieser war ein studierter Maschinenbauer und musste nach dem Krieg an Stelle seines gefallenen älteren Bruders ins elterliche Geschäft einsteigen. Auch er baute die eigene Werkstätte aus und vergrößerte durch Qualitätsware den schon enormen Stammkundenkreis.

Sein Sohn "Karl Jäger der Dritte", der heutige Hauseigentümer ging seinen eigenen Weg als Mediziner. Daher wurde 1976 das Geschäft an Michael Wismeth verpachtet. Dieser führte unter Beibehaltung der bewährten Tradition und Qualität die nächsten zwanzig Jahre. Er baute ein zweites Standbein aus: Die Herstellung von Dienstbekleidung und Uniformen aller Art. Ein neuer Kundenstamm, meist Firmen und Vereine kam hinzu.

1996 kam der bisher letzte Generationenwechsel: Die Brüder Johannes und Markus Reiter übernehmen die Firma Karl Jaeger. Auch sie kommen aus einer alteingesessenen Textiler-Familie. Ihr Vater Josef Reiter betreibt in Dietramszell eine Lodenweberei und war lange Jahre in den Tuchfabriken Lodenfrey, München und C. Feller, Garching in leitender Stellung tätig. Als gelungenen Einstand in die Firma Karl Jaeger konnten die Brüder Johannes und Markus Reiter die Ausstattung der Dienstbekleidung der neuen Messe München übernehmen. Ein Vertrauens- und Qualitätsbeweis, der das immer gehegte und gepflegte Firmenziel bestätigt:

Beste Qualität zu reellen Preisen.

Die gemeinsame Arbeit setzte sich erfolgreich fort, und so konnte im Jahre 2000 die Ausschreibung für die Einkleidung des Personals der Weltausstellung in Hannover gewonnen werden.

Bis heute werden beim "Schneider Jäger" originale Trachten in vielen Variationen in eigener Schneiderei hergestellt.

Nicht nur die "Miesbacher Joppe" sondern auch viele andere klassische Formen die im Oberland sehr beliebt sind, kommen aus der eigenen Fertigung. So wurde 1999 zum 100 - jährigen Gründungsfest des "Oberlandler Gauverbandes" eine "Urform" der heutigen Tegernseer Joppe neu überarbeitet und vorgestellt.

Zu unserem 125-jährigen Jubiläum haben wir eigens eine "Jubiläumsjoppe" aus einem speziell dafür hergestellten Loden angefertigt. Aber auch Kostüme, Mäntel und Westen und Hosen in bewährter Qualität kommen aus dem Hause Jäger.